Blindprägung bezeichnet in der Buchherstellung das Einprägen eines Elementes (Text oder Logo) in ein Material, wobei im Gegensatz zur Farbprägung keine Farbfolie auf das zu prägende Material übertragen wird. Dabei entsteht ein vertiefter Bereich im geprägten Material, der sich durch die Einwirkung von Wärme und Druck des Stempels im Glanz oder der Glätte vom restlichen Material unterscheiden kann.

Typische Anwendungen von Blindprägungen sind die Gestaltung von Rahmen, Schildern oder Grundflächen, die mittels Farbprägung weiter hervorgehoben werden.
Der Prägestempel besteht aus Metall (meist Magnesium oder Messinglegierungen), um die notwendigen Kräfte beim Prägen übertragen zu können.
Es gehört zu den Sonderdruckverfahren, bei dem eine Gravur und als Gegenform eine Matrize unter hohem Druck eine Prägung im Papier erzeugen. Erhabene Motive nennt man Hochprägungen, vertiefte Motive Tiefprägungen. Bei mehrstufigen Prägungen können verschiedene Ebenen kombiniert werden. Die hohe Schule sind Reliefprägungen mit dreidimensionalen Verläufen.

Quelle: www.wikipedia.de